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März 2013:

Embedded World Nürnberg Die Embedded World hatte uns die letzte Februar-Woche paravirtualisiert. Mal wieder. Ich erinnere mich noch gut an die Embedded Systems in Sindelfingen, 1997 hatte ich den Stand für Embedded Support Tools organisiert. Embedded war überschaulich und an einem Tag hatte man alles gesehen und mit allen wichtigen Leuten gesprochen.
Ein Trend dieses Jahr sind die schwindenden Automobile auf Messeständen und Eye-Candy macht sich auch rar. Da wird wohl überall gespart. Oder ist es so daß Jung-Ingenieure sich besser für Elektrofahrräder begeistern lassen, um mit Tempo 60 durch die Stadt zu heizen? Sicher mehr Kick als die Blechbüchse wo alle anderen im Stau mit stehen. Damit dieses Szenario nicht um sich greift - schließlich muss die Automobilindustrie immer mehr high-tech auf vier Rädern verkaufen - ist dieses Jahr Sicherheit ein großes Thema der Embedded World. Inklusive Keynote von einem Typ der jahrelang Windows-PCs ausgebremst hat. War ja notwendig für die Sicherheit des Benutzers. Ich nutze Windows nur noch gegen Bezahlung.
Um wieder auf die Sicherheit zurückzukommen: Es muss mit Sicherheit was passieren damit es uns allen auch in Zukunft besser geht. Was sich wie ein dummer Spruch einer überflüssigen Versicherung anhört, braucht tieferes Verständnis für unsere Welt. Junge Menschen lassen sich kaum noch vom "mehr von allem" beeindrucken oder gar zu überflüssigem Konsum verleiten. Wir müssen mehr Sinn in die Dinge des täglichen Lebens bringen. Erster Kandidat ist unser teures Exoskelett, das Automobil. Fortschrittliche Embedded Systeme bieten Möglichkeiten für die Vernetzung von Automobilen, damit diese sich in Zukunft weniger im Weg stehen, damit sie uns besser von A nach B bringen, damit sie unsere treuen Transporteure werden - und dabei nicht die Welt durch Raubbau für die Bequemlichkeit der Menschen vernichten.

Februar 2013: Neues Telefon? Oje, ich sehe Sie die Augen rollen .. nicht schon wieder! Nachdem das Volk mit iPhones und Androiden aufgerüstet sind geht es nun den Businesstravellern an den Kragen, besser die Sakkotasche denn in die Hemdtasche passen die neuen Superphones nicht mehr. Blackberries sind gewachsen!
Die Bildschirme von Superphones haben nun eine Auflösung wo es früher 19 Zoll Monitore gebraucht hat: 1280x720 Pixel sind keine Seltenheit mehr auf den Handwärmern. Denn Rechenleistung wie ein Pentium-PC bringen die Superphones auch mit. Ohne den x86 Ventilator, immerhin. Dafür die Crème de la Crème der embedded Systems Sensorik: HD-Kameras nebst HiFi-Ton, Beschleunigungssensoren, Lagesensoren, Magnetfeldsensor, GPS Empfänger, WLAN / Wifi, LTE, UMTS, CMTS, Bluetooth, NFC und vieles mehr. Nur Gedankenlesen können sie .. noch nicht. Aber schon mittels App Ihren Herzschlag und Blutdruck überprüfen und auf dumme Fragen antworten und und und..

2013: QNX is hiring!

2012 war nicht das Ende der Welt denn unsere Welt wird nicht im Kino gemacht, aus dem Kino/TV beziehen nur (zu) viele Menschen ihr Verständnis der Welt wenn sie nicht selbst reisen und kommunizieren. Neue Horizonte gefällig?? QNX Software Systems sucht Mitarbeiter für Kundenprojekte in Deutschland! Gesuchtes Profil: Echtzeit, Automotive, C-Programmierung, Erfahrung mit QNX, Linux oder ähnlichen Echtzeit-Betriebssystemen, fließend Englisch ist selbstverständlich.

Herbst 2012: ARM's got all the MIPS! Vorgeschobene Risikomachinen - So würde es eine billige Übersetzung ausdrücken. Von denen hat fast jeder von uns jeden Tag den einen aber meist mehrere davon in der Hand. Mit der de-facto Übernahme der 20 Jahre erfolgreichen MIPS Architektur wird die Welt um eine Vielfalt ÄRMer. Die operativen Reste von MIPS gehen an Imagination Technologies, eine Firma die für normale Embedded Entwickler wenig zugänglich ist. Patente gehen an ein Konsortium in dem ARM maßgeblich beteiligt ist. MIPS war eine clevere Architektur, aber für die dominante embedded-Architektur auch ein Stein im Weg. Der ist nun weg und wir sind gespannt welches ambitionierte Risiko uns nächstes Jahr erwartet.
Nach der schon legendären Dominanz bei Handys, gibt ARM nun richtig Gas! Cortex A8, A9 und A15 zeigen den lüfterlosen Weg zu hoher Leistung, viele Consumergeräte haben schon diese neuen Herzen: allen voran unsere geliebten Smartphones. Seit meinem ersten Handy ohne Tastatur - das SonyEricsson P800 von 2003 - ist dort nur noch ARM zu finden. Wie heißt ein Smartphone mit riesigem Akku und großem Display zum Zeitungslesen? Tablet. Da ist schon seit Newton und Palm viel ARM drin. In diesen Tagen springt sogar der Mitbegründer der Wintel Allianz mit Windows RT auf den fahrenden Zug. Vielleicht ein Anreiz für Apple, sich wieder von Intel abzuwenden? Dabei hatte es Intel in der Hand - zum Ende der 90er Jahre mehr durch Zufall ein Kleinod der ARM Familie in den Schoß gelegt bekommen - aber es wie ein Findelkind rasch wieder weitergegeben, damit bis in heutige Tage Marvell immer komplexere SOCs damit beglückt. Wintel ist zerbrochen und smarte Computer haben unser tägliches Leben erobert. 1972 hatte ich mir so ein Gerät vorgestellt, nun halte ich es in Händen.

Sommer 2012: Stichwort Fahrerassistenz. Träume von wirklich automatisch fahrenden Automobilen - Elektronik im Auto machts möglich. Zunächst bekommen Lastkraftwagen und Busse ein Lane Departure Warning aufgebrummt, es leuchtet jedem ein daß damit einnickende Kraftfahrer besser geweckt werden bevor sie ihren 38 Tonner durch den Gegenverkehr pflügen. Gibt es auch für PKW .. der gehobenen Mittelklasse oder besser. Denn die gute Elektronik kostet immer noch saftigen Aufpreis und braucht eine Infrastruktur damit die komplexen Sicherheits- und Komfortfunktionen miteinander vernetzt realisiert werden können: Radsensoren, elektrohydraulische Bremsen, Kameras, Radar, elektrische Servolenkung, und noch einige andere Aktuatoren gepaart mit reichlich Rechenleistung die in hunderten von Mips gezählt wird .. dann kommt Fahrkomfort heraus den wir bald nicht mehr missen möchten.
Ein Hinderniss in der Umsetzung möglicher embedded safety und comfort Funktionen ist der Faktor Mensch. Schon seit langem macht man den Menschen im Auto für die meisten Unfälle verantwortlich, und einige Dinge am Autofahren sind den meisten von uns auch wirklich lästig. Gänge schalten ist bald automatisiert, dann kommt ACC mit Hinterherfahr-Automatik. Und das Lane Departure Warning rüttelt am Lenkrad. Die Verkehrszeichenerkennung sieht auch rote Ampeln .. und eine strategisch angebrachte Stereokamera erkennt Fußgänger und Radfahrer. Wie lange wird es dauern bis sich diese neue Art Auto zu fahren .. durchsetzt?!?
Oh, ja, und Autos reden unter sich, um zum Beispiel eine einheitliche Geschwindigkeit in Road Trains zu erzielen. Davon träumen wir schon seit den 50er Jahren. Warum ich Ingenieur geworden bin? Damit Träume Wirklichkeit werden!

März 2012: Embedded WorldNach den Jahren in weitgehend identischen Nürnberger Messehallen mussten wir dieses Jahr die Embedded (die "World" gibt es erst seit 2003) in den neuen Hallen 1 bis 5 entdecken. Es gab neue Geheimwege zu erkunden, zum Beispiel die Abkürzung vom Eingang Ost in die Halle 5 war nur wenig genutzt, und einige ganz verwegene konnten ab Mittwoch in die gleichzeitig stattfindende Freizeitmesse gelangen. Aber wir interessieren uns hier nicht für drei Hallen Wohnmobile sondern was sich bei Embedded entwickelt.
Für neue Projekte ist ARM Cortex nun Standard - schon vor fünf Jahren zeichnete es sich ab - inzwischen sind alle japanischen Chiphersteller Lizenznehmer geworden und selbst Infineon gehört dazu. Um stromsparendes Intel ist es still geworden, auf Standardboards COTS sind sie noch zu finden. Wer eigene Ideen mit freiprogrammierbarer Hardware verwirklichen möchte, mit Xilinx Zynq gibt es gleich einen dual-core A9 dazu und weitere Prozessorkerne sind nur ein Fingerschnippen entfernt.

Mai 2011: Elektronik im Kraftfahrzeug In Karlsruhe bekommen wir kaum Erlkönige zu sehen, am häufigsten sind die LKW von Mercedes Benz, schon seit Anfang 2010 kurven verschiedene Versionen des 2012er Actros durch die Stadt, Karlsruhe ist Teststrecke für Innenstadtbetrieb. Manchmal schafft es auch ein PKW in unsere Stadt, meist mit Freiburger Kennzeichen und schon eher seltener ist dieses Auto aus dem Kreis Ludwigsburg:

Nun ist es nicht schwer zu erraten welcher Hersteller hier mit einem spärlich verkleidetem 2012er Modell unterwegs ist. Neben sorgfältig getarnten Lichtern ist auch die Platzierung und die Anzahl der Sensorelemente im Frontbereich interessant. Nach den Luxuslimousinen bekommt nun auch Porsche in einigen Modellen ein Adaptive Cruise Control, vielleicht wird hier schon getestet ob es Start-Stop tauglich ist? Die weiteren Trends zur Automatisierung des Automobils sind Fußgängererkennung - hier hat Volvo mit dem S60/V60 die Nase vorn - und verschiedene Automatikfahrprogramme für den Fall daß das Auto "führerlos" wird - BMW, Volkswagen, Ford haben entsprechende Programme in Arbeit. Der Unterbau all dieser Automatiken verlangt hochgradig sicherheitsfähige Elektronik und Software, die Sicherheitsnormen IEC 61508 und 26262 sind Themen die zunehmend in allen Bereichen der Automobilelektronik Einzug halten.

Februar 2011: Ghostwriter .. damals allerdings nicht für zusammengeklaubte Doktorarbeiten von schmalzgelocktem Landadel, sondern für's High-Tech Marketing, um den richtigen Namen für Anfragen unter der als wissenschaftlichen Beitrag verkleideten Werbebotschaft zu bekommen. Damals wurden teure Abonnement-Gebühren gezahlt für Marketing-Botschaften aus Embedded und Elektronik in einer "Zeitschrift" frei Haus. Internet fand mit einem Modem an einer ratternden knatternden Telefonleitung statt (die Post hatte mal viel Steuergeld in Edelmetalldrehwähler investiert, dann hatten Aktienkäufer viel Geld in Börsengänge der Telekom ..). Im 21sten Jahrhundert veröffentlichen viele Embedded-Hersteller ihre ehemaligen Zeitschriftenbeiträge als "Whitepapers". Womit wir wieder in anglo-amerikanischen Sprachgebilden angekommen sind.

Es gab mal eine Zeit da bestand ein nicht unerheblicher Anteil am täglichen email-Spam aus Werbung für oben erwähnten Doktortitel. Das war in der Zeit vor v1@qra, denke ich, also lange her und bald verjährt? Unter Ingenieuren ist ein Doktortitel nun eher zweitrangig, viele Kollegen mit Doktortitel haben eher Physik oder Bioinformatik studiert, bevor sie zum Embedded Systems Ingenieur konvertiert sind.

Januar 2011: The Teens? Tens? Das neue Jahrzehnt ist schon ein Jahr alt, aber wir müssen wohl bis zu den Zwanzigern warten bevor wir wieder knackige Jahrzehnte zählen können. Neue embedded-devices haben 2010 unser Leben verändert - vorneweg das iPad, daneben Smartphones die allmählich zu Superphones werden. Im Auto werkelt immer noch ein Verbrennungsmotor, aber die ersten serösen Nur-Elektrisch Mobile werden wohl auf der IAA vorgestellt. Für Steuergeräte gibt es neue Aufgaben, dynamisches Energiemanagement und Rundumsicht sind nur zwei, bald kommt Car-to-Car (C2C) dazu und die von den Superphones ins Auto gebrachten Daten möchten verwertet werden.

Dezember 2010: Frei Programmierbares Kombiinstrument Hinter diesem Wortungetüm, kurz FPK, versteckt sich die Zukunft der Fahrerinformation auf vier Rädern. Früher mechanisch getrennt wachsen nun der Tacho mit dem Radio zusammen und weitere Visionen werden Realität, wie zum Beispiel Echtzeitbilder der verschiedenen Aussenkameras, Informationen von benachbarten Fahrzeugen in einem Auto-Zug (Safe Road Trains for the Environment), oder auch Freisprech-Video mit Daheim oder dem Büro - Videotelefonie aber eher bei inaktiver Eigenlenkung und stehendem Fahrzeug, wie vor einer Ampel.
Apropos Ampel .. Rechenleistung wächst üppig an allen Stellen aus dem Boden: Verkehrs-Infrastruktur wird künftig nicht nur Zeichen setzen, sondern mit allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt kommunizieren. So braucht dann kein Fahrradfahrer im dicksten Regen minutenlang an einer roten Ampel zu warten, wie mir das im letzten Sommer noch passiert ist. Die Ampel weiss: Es regnet und gibt herannahenden Fahrradfahrern ausnahmsweise mal die Vorfahrt. Gleichzeitig sagt die Ampel den wartenden Autos wie lang es noch bis zur nächsten Grünphase dauert, damit diese solange ihre Motoren abstellen - schont Umwelt, Nerven und Geldbeutel. Die Ampel weiß mit zwei drei Sensoren über das Wetter Bescheid und meldet die Zahl der vorbeifahrenden Autos an Navigationssysteme weiter die mit dieser bislang schwer zu bekommenden Information ihre Fahrtroute optimieren.

Oktober 2010: Wohin steuert Google? Mitte Oktober wurden 200000 Kilometer herausposaunt die Googles halbautomatische Fahrzeugflotte in der letzten Zeit zurückgelegt habe, davon knappe 2000 ohne eine Hand am Lenkrad, und dies alles unter der Sonne Kaliforniens. Was Sebastian Thrun auf Googles homeblog schildert erinnert mich an ein Forschungsprojekt aus den späten achtziger Jahren: PROMETHEUS (PROgraM for European. Traffic with Highest Efficiency and Unprecedent Safety).
Eine der heute realisierten Entwickungen von damals ist die adaptive Abstandsregelung im ACC (adaptive cruise control) welche ein automatisiertes Hinterherfahren ermöglicht. Allerdings regelt ACC nur die Geschwindigkeit, es muss noch von Hand gelenkt werden. In Verbindung mit dem elektronischen Spurwechselassistenten könnte dies aber bald automatisiert werden. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die durch elektrische Servolenkung ermöglichte Einparkhilfe - eine deutsche Embedded-Postille berichtete von VW's "Einpackhilfe" - sicher ein nützliches Feature für zerstreute Hausfrauen. Aber ich lenke ab, bei der Einparkhilfe bestimmt der Mensch nur noch die Geschwindigkeit und das Auto lenkt bei Schritttempo selbstständig in eine vorhandene und vorher verifizierte Parklücke.
Was Google auf dem Gebiet der automatischen Automobile plant ist noch etwas undurchsichtig. Allerdings haben sie einige der besten Köpfe der DARPA Challenges (2004..2007) in ihrem Team! Wenn eines Tages alle Automobile wirklich automatisch fahren, dann können wir uns einiges an Automobil sparen, denn viele der schweren Schutzsysteme werden bei vollautomatisierter Verkehrsführung überflüssig - wie auch Ampeln und Vorfahrtsregeln. Einzig die verbleibenden nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer müssen irgendwie bedacht werden .. aber das hat die Stadtplanung der Nachkriegsjahre schon nicht getan.

August 2010: Zurück in der Formel 1 Nach 5 Jahren bei den Tourenwagen, sozusagen, bin ich nun wieder dabei dank meines neuen Sponsors! Einige der Prozessorseiten hier werden in der nächsten Zeit aktualisiert und die dunklen Tage mit den 16-Bittern gehören zur Geschichte. Denn ich arbeite seit 1990 überwiegend mit 32-bit, seit 2002 für verschiedene Zulieferer der Automobilindustrie: In modernen Automobilen werkeln oft mehr als nur ein Dutzend Steuergeräte und jedes hat seinen eigenen Mikrocontroller. Die Königsklasse der Electronic Control Units (ECU) hat mindestens 32-Bit und oft wesentlich mehr. Zu finden in der Motorsteuerung und im Infotainment, mit Leistung für die vor wenigen Jahren noch ein guter PC gebraucht wurde. Motorsteuerung kenne ich dank Bosch Diesel Systems, dort sind akkurate Regelkreise wichtig, den Verbrennungsmotor im optimalen Betriebspunkt zu bereiben. Zentrale Anforderungen sind Drehmoment, Laufruhe, geringer Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch. Beim Infotainment geht es dynamischer zu, denn mit jeder neuen Generation Consumerelektronik (Smartphones, MP3 Player, Pad und ..) - also jedes Jahr(!) - wachsen die Anforderungen an das ehemalige Autoradio!
Heute soll es Navigation und Medienwiedergabe vom beliebigen Datenträger können, ein Telefonbuch sowie SMS Vorlese-Service bieten, manchmal auch Fernsehen oder Satellitenradio empfangen. Darüber hinaus dient es als Freisprechanlage, auch gerne soll das Auto zum Hersteller Kontakt aufnehmen und nach Unfällen die Notfalldienste alarmieren bzw. die Polizei falls es geklaut wird. Was kommt als Nächstes? Infotainment wird die Verbindung des Autos zum Internet dank 3G UMTS und 4G LTE drahtlosen Datendiensten wo immer es fährt. Damit sind neue Szenarien denkbar: Fahrt-Routen-Optimierung, oder dynamische Mitfahrerorganisation für den Weg zur Arbeit oder ins Shopping-Center: wer mitgenommen werden will stellt sein Ziel im Telefon ein, das Telefon kennt den aktuellen Aufenthaltsort, über Internet werden nahe Autos ihre Fahrer darauf hinweisen, uns doch bitte mitzunehmen. Wird mit gutem Ruf belohnt, es gibt virtuelle Punkte oder kleine Taler für die gute Tat.
Vielleicht etwas zuviel Zukunftsmusik? Aber schon heute gibt es alle Internet-Dienste im Auto wie wir sie vom PC her kennen. Wer's braucht kann sein Auto alle halbe Stunde einen Tweet absetzen lassen, sofern sich Follower finden. Unsinn? Wenn das Auto den Tweet mit GPS Koordinaten versieht und zum Beispiel Glatteis, Nebel oder Hindernisse meldet, werden Autos in der Nachbarschaft für diese Information dankbar sein. Oder einen Tweet für die Werkstatt: brauche Ölwechsel. Der Termin wird mit dem Telefon ausgehandelt - Smartphones bekommen die informelle Herrschaft im Auto weil sie als portables Gerät den sie nutzenden Menschen mit allen Daten repräsentieren.
Bald werden auch Fahrerinformationssysteme - volkstümlich Tacho genannt - mit dem Internet verbunden, so daß es eines nicht fernen Tages den Knopf zur Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit geben wird - das Auto hat diese Information schon (Navi oder Verkehrszeichenerkennung) und sträubt sich, schneller zu fahren - vielleicht als Einmalzahlung von 2 Euro pro Schnellfahrt, und 5 Euro innerhalb von geschlossenen Ortschaften? Für BMW-Fahrer gibt es dann die Flatrate für beliebige Schnellfahren: nur 399 Euro im Monat! Spass beiseite, wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden daß unser freudiges Fahrerlebnis bald penibelst protokolliert und abgespeichert wird. Damit wird die Versicherung je nach Fahrstil teurer oder billiger. Und da wir alle Schnäpchenjäger sind wird der Verkehrsfluss sicherer!

Juni 2010: From Kanata with love! Dunkel erinnere ich mich an eine Diskette die ich in den 90er Jahren mal auf einer der ersten Embedded Systems Messen bekam. System on a Disk oder so hieß es damals. Nun, nicht einige embedded Systeme sind heute leistungsfähiger als fünf..acht Jahre alte PCs. Hat man keinen x86, braucht man kein Windows, es tut sich eine weite Auswahl an Alternativen auf! Bei mir ist es QNX geworden, dank Mikrokernel besser gegen Ausfälle gefeit als Linux oder Windows. Läuft auch auf x86, gerade auf einem alten Dimension installiert, allerdings nicht von der historischen Diskette. Je mehr ich QNX kennen lerne, desto erstaunter bin ich daß mich diese Technologie erst jetzt erreicht.

Mai 2010: Neue Horizonte! Nach einigen Monaten sah es fast nach Fortsetzung der Requirements-Definition für Programmierer in exotischen Ländern aus, nur bei einem anderen Sponsor, dann kam noch ein richtig elektrisierendes Projekt auf aber nun bin ich doch wieder für Embedded Automotive Software unterwegs! Auf dem Weg dahin gab es AUTOSAR-Anfragen, leider ohne richtig konkret zu werden. Nun hat das Herz gewonnen und dieses schlägt für die beste Software in modernen Automobilen.

April 2010: Büro in Karlsruhe! Nun habe ich ein geräumiges Büro im Süden mit allen Vorzügen des Business Center Karlsruhe.

Embeddedworld 2010: Seit meinem letzten Besuch hat sich die Topologie der EmbeddedWorld in den Nürnberger Messehallen um eine Halle erweitert, der Veranstalter wird sicher wieder neue Besucherrekorde melden, denn schon am ersten Tag war es überraschend voll.
Am zweiten Tag bilden sich morgends zwischen 9 und 10 lange Schlangen an der Garderobe vom Westeingang (U-Bahn). Sei für das nächste Jahr gesagt, daß die Nürnberger Messe gut mit Schließfächern ausgestattet ist. Gleich neben der Garderobe gibt es einige, und zwischen Halle 10 und Kongresszentrum eine weitere Wand voll, gegen 1 Euro Pfand kann man kleine Rucksäcke und schwere Aktentaschen verstauen, und einige Fächer nehmen sogar kleine Koffer in Handgepäckgröße.
War die embedded Welt vor zwei Jahren noch deutlich verARMt, wird sie nun ATOMisiert?! Dabei hat es Cortex schon bis in die letzten Ecken geschafft, selbst japanische Halbleiterhersteller machen mit, nur Infineon scheint standhaft. Intel prescht weiter mit i5 und i7 finden grosse Prozessoren ihren Weg in die embedded Welt, dort wo Stromverbrauch eher untergeordnet und Leistung höher bewertet wird (Military, Industrial). Leider waren die zahlreichen ausgestellten Boards ohne montierte Kühlkörper - ein Blick in meinen neuen PC zeigt aber daß auch die "i" Prozessoren nicht ohne üppige Kühlung auskommen.

Januar 2010: Ein frohes Neues Jahrzehnt wünsche ich allen Lesern dieser Seiten!

IAA 2009: Nun könnte ich in den allgemeinen Singsang um unsere verlorenen Milliarden und welche Kravattenträger sie davongetragen haben einfallen, aber Tatsache ist daß sich hochelektronisierte Autos im Jahr 2009 nicht wie geschnitten Brot verkauft haben. Vielleicht wird der Trend zur Massen-Elektronisierung von der Massen-Elektrifizierung abgelöst? Auf der IAA 2009 war eines der zukunfsträchtigsten Exponate unter dem Namen Betterworld zu finden. Ansonsten an allen Ecken und Enden High-End Fahrräder, die wohl am pfiffigsten am neuen Astra anzubringen sind. Für die automobile Softwarearchitektur setzt sich allmählich AUTOSAR durch, mit Release 3.1 ist das Baukastensystem praktikabel geworden wenn auch noch nicht unter verschiedenen Tool-Lieferanten austauschbare Artefakte und Workflows existieren. Das wird das neue Jahrzehnt uns bringen!
Welche Neuigkeiten gibt es bei meinem alten Steckenpferd, den Prozessoren? In den letzten 10 Jahren sind embedded Systeme deutlich verARMt, und auch Intel hat nun wieder mehr als einen Fuß in der Tür mit atomaren Prozessoren. Freescale hat weiterhin heisse Eisen im Feuer, aber sie sind nicht mehr so dominant wie Ende der 90er Jahre. Auch die konfigurierbaren Systeme auf FPGA sind noch nicht so weit verbreitet wie ich dies vor fünf Jahren erwartet hatte.

Frühjahr 2009: Intel kauft Wind River und die Welt dreht sich weiter. [Es sei gleich vorneweg veraten:] Am Ende bleiben nur vier übrig: Google, Intel, Toyota und Nestle - Information, Informationsverarbeitung, Transport, und Ernährung.
Intel hat nun einen guten Schritt in Richtung World Domination Entreprise gemacht, und den größten Unterstützer von Nicht-Intel-Prozessoren geschluckt. Wie bei embedded-Übernahmen üblich - WindRiver ist da kein unbeschriebenes Blatt, ich sage nur "pSOS" - werden alte Kunden weiterhin bedient, wie von Metroworks nach der Übernahme durch die damalige Halbleitersparte von Motorola. Das alles ist nun schon 10 Jahre her, die embedded Szene hat aber viele Veteranen, die sich lebhaft dran erinnern. Die vielen kleinen RTOS-Buden und Emulator/JTAG-Probes Hersteller werden sich tiefer in ihre Nischen einbetten, oder von den jeweiligen Halbleiterherstellern am Leben gehalten, um den einen oder anderen Kunden bei Laune zu halten, denn mit Wind River Systems tritt einer der Großen einer Branche ab.
Wind River (benannt nach den Bergen in Wyoming) war eine Firma mit guter vertikaler Integration über die gesamte Bandbreite vieler embedded Anwendungen, WindRiver war in letzter Zeit kaum in der Presse oder auf Messen, weil sie in der Lage waren, strategische Entscheidungen MIT ihren Kunden zu bestimmen. Solch eine Firma ist wenig überraschend natürlich interessant für einen großen Halbleiterhersteller der nur wenig in embedded verkauft, gar in der Vergangenheit damit immer wieder auf die Nase gefallen ist [hm ... es gäbe da noch eine Softwarefirma, der es ähnlich geht]. Aber in Zeiten da die Welt mit PCs gesättigt ist, sucht sich das intelligente Silizium einen neuen Weg, die Information unter den Menschen zu verteilen, und immer mehr nehmen auch unsere geliebten Transportgeräte am Informationsfluß der Welt teil. Dazu mehr das nächste Mal.

Winter 2008/2009: In den letzten Monaten kamen vermehrt Anfragen rein, ob und wie ich buchbar oder als Autor jenseits meiner normalen Tätigkeit verfügbar bin. Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Wenn Ihr mail es durch mehrere Spam-Filter schafft - schaue ich mir alles an. Manche Anfragen wirken etwas ahnungslos, wundern Sie sich bitte nicht wenn ich darauf nicht antworte. Ich würde jedem empfehlen, sich ein wenig mit meinen Interessen und Erfahrungen auseinander zu setzen und erst dann an meine guten Intentionen zu appellieren, damit es nicht so viel kostet wie es sonst üblich ist.
Schreiben Sie mir Dinge die mich interessieren, schreiben Sie mir nicht was ich machen soll wenn Sie mir eine Pistole an den Kopf halten denn Sie verschwenden Ihre und meine Zeit. Schreiben Sie noch heute wenn Sie es morgen vergessen haben oder hinterlassen Sie ihre Nummer auf meinem Telefon, wenn ich Ihre Nummer finden kann werde ich zurückrufen. Aber besser, Schreiben Sie!

Herbst 2008: Nach der Sommerpause melde ich mich aus einem wirklich herbstlichen Deutschland zurück. In der Automobilindustrie geht das große Bibbern um, wie es wegen des überfälligen Zusammenbruchs windiger Finanzgeschäfte mit dem Verkauf prestigeträchtiger Autos aus süddeutscher Fertigung steht. Solides Engineering ist leider auch von den Begierden der Kravattenträger-Branchen abhängig, und wenn diese etwas kürzer treten müssen weil kaum noch Geld aus umherschwirrenden Milliarden abgezweigt werden kann, dann reicht es auch nicht mehr für Neuwagen aus Zuffenhausen sondern nur noch für einen Gebrauchten aus Ingolstadt. Über Kurz oder Lang kommt die Beklommenheit auch im Portemonnaie der fleissigsten Ingenieure an. Dieses Damoklesschwert über der Elektronik-Industrie mag manchen Angst machen, aber dies ist nicht die erste Krise die wir überstehen werden, denn mit weiterhin fortschreitender Miniaturisierung wird eingebettete Rechenleistung in immer wieder neue Anwendungen vordringen und den nächsten Boom auslösen. Ein Beispiel ist die fast abgeschlossene Verdrängung der Fotografie mit Film zugunsten der digitalen Fotografie. Ein weiteres Beispiel sind neue Display-Technologien - OLED auf der einen und bi-stabile Technologien auf der anderen Seite - sie lassen Elektronik in Bereiche ohne Strom und ohne Licht vordringen. Embedded Systeme die mit Umgebungsenergie betrieben werden, und/oder drahtlose Sensornetzwerke sind weitere Stichwörter mit Potential. Last not least werden Glühlampen zunehmend durch LEDs ersetzt - dieser Trend wird noch einige Zeit anhalten .. Wir werden an Technologien arbeiten von denen wir noch wenig ahnen.

Sommer 2007: Ingenieurmangel in Deutschland?
Unsere Industrie war mit Verlagerungen in Billiglohnländer wohl übereifrig, nun schreien die Verbände dass es im Heimatland keine willigen billigen Ingenieure mehr gibt. Aber den jungen Menschen die hätten Ingenieur werden wollen fehlte gerade in den 90er Jahren jegliche Perspektive! Komplette High-Tech-Industrien sind abgewandert, die beiden in Deutschland verbliebenen Aufgabengebiete für embedded Systems sind Maschinenbau-Automatisierung, und die Automobilindustrie.
Boom-Industrien in den 50er Jahren waren das Baugewerbe und der Bergbau, in den 60ern die Stahlindustrie. Im 21sten Jahrhundert bleiben hier nur Chancen für Dienste und Produkte die auf die Generation 50+ zugeschnitten sind? Home-Automation und elektronische Seniorenamüsierdienste? Die Automobilindustrie entwickelt fleißig an autonomen Fahrzeugen, zunächst als Fahrerassistenzsysteme getarnt. In absehbarer Zukunft wird es den Schalter geben: "Autopilot - selbstständig fahren - Versicherungsprämie sparen". Der Wettbewerb für selbstfahrende Automobile findet in der Vorstadt statt - Volkswagen hat wieder viele anderen Teilnehmer übertrumpft.
Apropos Automobilindustrie - Nach einigen Jahren bei Fabrikanten von Elektronischen Steuergeräten (ECU) wundert es mich immer wieder welch dumme Fehler unentdeckt im Serienprodukt landen. Als Kenner von Software-Entwicklungs-Methoden ist ein naheliegender Umkehrschluss, dass es wohl an Arbeitsmitteln und Methoden hapert. Dabei sollten die perfekt sein, denn die meisten ECU-Zulieferer entwickeln seit Jahren am selben Produkt (Body-Controller, Getriebeautomat, Infotainment ..) und dabei entsteht ein Zuwachs an Produktkenntnis im eigenen Hause.
Denkt man. Aber durch hirnloses Outsourcing und einhergehender systematischen Demotivation der heimischen Mitarbeiter geht viel inherentes Know-How verloren so daß Folge-Projekte oft bei Null anfangen müssen, wenn der Kunde eigentlich nur eine Aktualisierung mit wenigen Änderungen bestellt. Mit Hilfe von Daumenschraub.. äh, normierten Entwicklungsprozessen nach CMMI möchte man den Brain-Drain wieder in den Griff bekommen, aber strikte Prozesse entsprechen wenig den Geboten der artgerechten Haltung von kreativen Ingenieuren.
Um die Situation noch zu verschlimmern werden häufig generische Software-Tools verwendet, wie zum Beispiel C-Compiler vom Hersteller der gängigen Management-Suiten, oder gar Software Werkzeuge vom Hersteller der Mikrocontroller - die müssen gut sein, der Hersteller hat sie uns gratis überlassen! Aber oft gibt es leider gar keine unabhängigen Tools für exotische Chips. Für Automotive Software hat sich ein Codecheck nach MISRA-C durchgesetzt. Neben der Sage vom universell wiederverwendbaren ANSI-C wird auch oft noch geglaubt, die UML-Sprache sei das Allheilmittel gegen Spaghetti-Code, Cut-and-Paste-Programming und Toten Code. Nun, hier verrate ich nichts Neues: dem ist nicht so. UML verwirrt oft mehr als das es embedded Software auf den rechten Weg führt. Als Basis für Software-Generierung ist es nur bedingt brauchbar, denn UML ist eine Beschreibungs-, aber keine Modellierungs-Sprache. Domänenspezifische Modellierung verspricht einen besseren Ansatz, der aber in der Realität oft unter komplexer Einarbeitung und halbherziger Durchführung leidet. Hersteller von sicherheitsrelevanten Steuergeräten haben sich diese Mühe gemacht und Eigenentwicklungen basierend auf MBD Model-Based-Development im Einsatz bei denen ein großer Teil des Codes auf Patterns- und Metapatterns-basierend generiert wird. Als Nebenprodukt gibt es die automatische Erstellung von Testcase und .. UML-Dokumentation.

Frühling 2007: Die kleine Welt der eingebetteten Systeme trifft sich in Nürnberg, beachtenswerte Veränderung war nicht die adoptierte Display-Konferenz, sondern auf dem Weg nach Nürnberg die Anzahl der installierten Solarkraftanlagen auf den Dächern links und rechts der Eisenbahn. Die ersten Zeichen einer weitreichenden Veränderung: dezentrale Energieerzeugung in den Händen von Privatpersonen. Wird es eine Revolution geben wie bei der Verlagerung der Nachrichtenverbreitung auf das dezentrale Internet?
Bei Boards und Prozessoren glänzt die Hardware in vielen Vitrinen, aber die Software, ja die Software wirft mehr und mehr Fragen auf: keine wesentliche Verbesserung des "schwammige-Anforderungen-in-C-Code-transformieren-compilieren-debuggen" Zyklus gefunden wird. Einige Software-Tools-Hersteller kannten zwar die richtigen Fragen, boten aber keine wirklich schlüssigen Antworten.
Im 21sten Jahrhundert ist es den Software-Ingenieuren egal, auf welchem Prozessor ihr Programm ausgeführt wird. Ein Schritt weiter in diese Richtung geht die Automobilindustrie: die Ausführung wird nicht mehr auf ein bestimmtes Steuergerät fixiert. Mit Release 2 von AUTOSAR sind ein knappes Dutzend Toolhersteller auf der Messe erschienen, sich der Integration und anderen Tätigkeiten im Umfeld von AUTOSAR anzudienen.

März 2006: Die EmbeddedWorld 2006 ist eine richtige Messe geworden, wie die CeBIT vor 20 Jahren bevor Klingelton-Firmen und Software-in-the-Cloud dort die Macht übernahmen.
Der Vergleich mit der CeBIT ist interessant: Tools und Methoden aus der allgemeinen Informatik werden zunehmend für embedded Projekte genutzt, wenn die Komplexität auf immer leistungsfähigerer Hardware Amok läuft.
Baukastenansätze à la AUTOSAR werden auch in anderen Industriezweigen gebraucht. Zwar versprechen modellbasierte Tools eine Verkürzung des write-compile-debug cycle, aber diese Tools auf eine spezielle Anwendungsdomäne einzurichten ist manchmal mehr Arbeit, als Software auf die traditionelle Art in billiger Handarbeit zusammenzuhacken.

April 2005: Haben wir uns auf der Embedded World in Nürnberg gesehen? BK hat den Horizont gesetzt: embedded systems in der Automobilindustrie - PDF download 180KB.

Seit Mitte der 90er Jahre vollzog sich mit dem Internet die zweite Embedded Revolution; die Fähigkeiten der unsichtbaren Computer erreichten die großen Vorbilder - Motorola's 32-bit Prozessoren machten es möglich! Unsere Werkzeuge, die Embedded Entwicklungsumgebungen, wurden von kryptischen Command Line Befehlen auf GUI Grafische Oberflächen umgestellt, clevere Tool-Anbieter boten damals gleich den original Windows Look-and-Feel mit an.
Seit 2005 vollzieht sich eine weitere Open Source inspirierte Wandlung der Entwicklungsumgebungen zur universellen Verwendbarkeit an: Eclipse. Von namhaften Herstellern favorisiert (IBM, WindRiver, ATI, etc), von Anwendern ähnlich zögernd akzeptiert wie die ersten GUIs damals, bietet Eclipse das Beste aus beiden Welten: mögliche Integration von Plugins unterschiedlicher Hersteller und Loslösung von proprietären Lizenzproblemen.


Next Events:
Februar 2013 Avionics Europe München
Februar 2013 Embedded World Nürnberg

Fall 2012: While in the past many people chose their car by the OUTER looks, now more and more car buyers get attentive to the inside. And I'm not talking about fake wood panels or electrical seat heating, but rather the electronics in the dashboard. Many of us get a new phone every year or two and many times the new phone makes us go "wow" when it features capabilities that we were unaware of or which surprise us for the better. Not so our car. Few of us get a new one every two years. And even if, the electronics remain the same, mostly. Gone is the cassette drive, and the traditional knobs of the radio for station search. In the 21st century we want to connect our MP3 collection from the phone to the car. Requires that the car infotainment knows about the different bluetooth and USB capabilities of the most popular phones. Gone is the time of the Nokia dumbphone, today the car shall command Apps and content on Androids, iPhones, Blackberries and whatever else people carry in their pockets.

Spring 2012: Remember the iPad? Well these days with the third edition out the famous fruit company catches up with the year old PlayBook. Same resolution (pixel per inch), same quality cameras, same HD video capabilities .. yes, the Blackberry Playbook was too advanced for its time, and now people camp out in front of stores to get the latest and greatest from the Jobs heritage. Of course reading a magazine on the RIM device is not really funny, and lugging around laptop and iPad is overkill for many business travellers.

Winter 2011/2012: Happy New Year! While 2012 got branded by the movie industry as apocaliptic, in the embedded systems industry it means new horizons since more integrated silicon allows for new uses of technologies that were not ready for use last year. New technologies can change the fate of companies. When the late and great Steve Jobs kicked the butt of a large interactivity provider, the embedded world took note and now employs the non-proprietary HTML5 technology for future interactivity in smart devices. While the automotive industry is a little reluctant because existing HTML5 solutions require ample resurces, others are more keen on the actual benefits of HTML 5. For example WebGL brings a new paradigm to screen graphics since the load of the processing is done on the local GPU. In modern SOCs this is more energy efficient than the traditional way of interactive graphics where animated GIF heated the Pentium Multimedia up to its melting point. Leaders in the field of integrated graphics processors are Freescale and Texas Instruments, also NVIDIA and Fujitsu are pushing the limits with Renesas, Toshiba and others following in their footsteps. They all feature a number of ARM Cortex Ax cores with GPU and interface peripherals on a single SOC. More exciting chips to come in 2012!!

Summer 2011: More and more driving functions in cars are taken over by so-called emergency automatic programs, first there was ABS for enhanced braking in difficult situation, today's advanced cars feature another handful of brake assist programs. Next came ESP stability programs which worked on individual wheels, also anti-slip and anti-skid. Next comes active steering! Enabled through the replacement of hydraulic power steering by purely electrical it now is easy for electronic control units to have an effect on the actual way the car (and bus and truck) is steered. Lane departure warning systems brought cameras which now are used for lane assist and soon obstacle avoidance will become a part of the car industry offerings. Still in research are systems which take over the whole car driving should the driver become unconscious or have a heart attack. Once we get Safe Emergency Stopping (SES) integrated, the next step will be fully automated driving in road trains (SARTRE), and autonomous driving in easy situations (highway) until we get fully automobile cars.

EWG 2011: The three days in Nuremberg were packed with meetings and updates on all aspects of our embedded technologies. Since I am rather interested in the high end powerful SOC there are many suppliers who feature an ARM Cortex A8 or A9 core with appealing peripherals. Pictured is an NVIDIA Tegra 2 which also contains a fast graphics subsystem. A similar system once required a full-blown PC: Pentium III or early Pentium 4 in 2002. Now it fits on a large stamp size PCB.

Fall 2010: Finally, the arrival of the tablets .. after years of undecided and bulky tablets, they now arrive in between smartphones and netbooks. New devices for fast internet and media experiences, with highpowered mobile System On Chip (SOC) providing HD video playback, crisp touchscreen action and battery life for a long working day. Most are powered by ARM Cortex A8/A9 running some Linux, Android, or even industrial grade QNX.

Summer 2010: Yours truely is into weird operating systems these days: I have 3 PCs floating. The rules: no Windows, no Linux, no Mac-OS .. One Netvista runs QNX, the other one shows Minix3 - both micro-kernels, only L4 is missing.

Spring 2010: Exciting new horizons open on me and the final choice was not easy. After declining two job offers now I become european automotive specialist for QNX, a company that just turned 30 these days which offers a rich ecosystem with visionary technology throughout its history. More to come.

EWG 2010: Now that we survived the end of the first decade of this 21st century, what will be next? The Embeddedworld in Nuremberg shows that Embedded is more popular than ever. Already the first day was plenty with knowledgeable visitors, though there is little excitement or show goods to be found in the 4 halls this year. Through cost reductions the show has become sober one assumes, and a number of exhibitors was looking for projects to keep their workforce busy. No such crisis when it comes to the yearly pilgrimage to Nuremberg. Hotels were full and the participants happy, what more to ask for?

2010: In cars electronics there is certainly the trend back to the basics, smaller cars with smaller ecologic footprint dominated the IAA 2009 in Frankfort. Also to be seen more advanced electrics than advanced electronics, starting with in-wheel-engines (Michelin) and ending in a Betterworld environment, where electricity is king. However, also a lot of advanced bicycles on show in Frankfort, for - I assume - our return to humanized lifestyle.
When I am asked about my ideas and wishes for the coming decade, and since I've been active in automotive for the last 7 years, if you're into software then there is certainly some AUTOSAR coming your way. With release 3.1 the common architecture for automotive ECUs got ready for serious production, a handful of tool companies do their best to supply consistent workflow and artefacts, though not interchangable as one would have hoped, yet.
On another front I see more and more ARM in everybody's processor portfolio, even some diehard japanese semiconductor company jumped onto the Cortex bandwagon. Also Intel is back, after the XSCALE follows the ATOM, now more compatible with full-fledged operating systems the way we need them in our phones, cars and living rooms.

2009: Over the years the former fringe field of embedded systems engineering became very fashionable, the probable reason is that embedded constitutes the last remaining stronghold for electronical and information technology engineers in high-cost countries. Long after Consumer, IT and Telecommunications Industries left for cheap-labor regions of the globe, we still put our brains to work for the automotive, industrial and military systems which originate in Europe.

2008: Even in the 21st century there are some myths in embedded software engingeering which are difficult to avoid:
1. ANSI-C is the best base for re-usable software.
While the old standard C has its merits to be handable by many tools and compilers, it nevertheless presents a hefty safety risk because of unlimited error possibilities. During the last 10 years the MISRA coding rules have established themselves as first barrier for stupid software errors in automotive electronic control units. If you not have a MISRA checker in your C-code generation chain, get one instantly and throw away any code which does not pass.
2. UML is a graphical language for generating code.
Born as a mix of different documentation standards, UML got dragged into the code generation toolchain where it has to be handled very carefully. When applied to business logic implemented in Java or C++ it may work out, but when applied to control algorithms in embedded's favorite language "C" - a.k.a. portable assembly code - generic UML not has the capabilities to handle the finer detail of microcontroller programming. More adapt code generation tools exist within several Model Based Development toolchains, and you even may get MISRA compliant code. Which brings us to the point: only when UML is harnessed into a single domain, much like C with MISRA rules applied, can it be used efficiently to generate production code.

2007: Every year during carnival time in Germany, the ever so serious Embedded Systems industry finds itself presenting all goods and services in the Embedded World trade show in Nuremberg. The most important show in Europe and Germany, with its thriving automotive industry is both an interesting market and home of many well known embedded and automotive tools manufacturers (Etas, Hitex, Lauterbach, PLS, Softing, Vector, to name just a few).

European engineering took a big hit during the pre-Internet technology crisis in 1994/95 which led to much lower numbers of engineering students and now this generation of engineers is missing on the job market. To keep the remaining engineers busy, complexity in products outgrows Moore's law, and 32-bit processors are mandatory even for simple applications, especially when networking is involved. Together with complexity come the tools to handle it, or at least to not be overwhelmed by it. Several toolchains on offer lead from requirements straight to generated code, but this only works nicely in playpen environments. As soon as any industry specific requirements are involved, the toolchain's adaptation to the target domain may require more effort than the software to be generated.

In the automotive industry there is an ever ongoing series of normation and coordination consortia. The current flavor is ASAM and AUTOSAR, with the later more popular with the tools vendors, since it allows the introduction of costly MDA-tools (model driven architecture) into the code generation processes of many OEMs and their suppliers. Whether MDA is the way out of the software complexity crisis needs to be seen, for the time being there is little alternative to the hand coding of the "C" language with its known dangers and costly side-effects. At least the AUTOSAR initiative will allow for placement of standardized software in arbitrary control units inside distributed systems, first for automobiles, then for other applications, like home, factory or whereever else networked nodes have capacity to lend for tasks in need.

2006: I put a few thoughts into domain-driven software engineering, which is especially helpful when offshored development teams not familiar with cars are key ingredients in automotive software. While information technology is a nice buzzword all over the world, much less emphasis is put upon our beloved embedded systems, and especially the fact that the software has to deal with real physical laws and actual properties of our environment. Taking engineers from business data transaction services into the harsh realities of exhaust and motor control is a clash of cultures regardless whether it happens in Munich or Hyderabad. Only the engineers in Munich are more likely to be in phase with the blue-white circle philosophy. Sometimes it seems that only the car industry seems to stick to their birthplace where the first combustion engine driven vehicles used the streets of Bad Cannstadt and Mannheim in 1886.

2005 Yours truly had been heading the Embedded World conference in Nuremberg! To set the horizon for future embedded systems in automotive environments, see PDF download 180KB.

2004 Embedded everything may not turn out like we imagined years ago, many marketing slides have been obsoleted by reality. Instead of 3G phone there will be 3D video?!


When do we go and what will we see on the way?

Software will kill the hardware stars. Although hardware is necessary to run software, the electronics will become commodity while those who master the future software challenge will dominate the marketplace. Handling the software complexity in cars already is a nightmare and association after association of german car manufacturers tries to get a hold on software engineering methods to allow for interchangable software parts.

Horizon 2015: Our personal computer is transformed into a PDA-like shiny shirt-pocket communicator device or gets integrated in furniture. Home or office server will host Terabytes of information, enough space for all documents, books, photos, etc. - whatever can be stored in digital form. Ubiquitous Internet on high bandwidth wireless will reach us dirt-cheap. Stereoscopic pictures and movies will enhance media immersion experience. High quality image compression and easy to use viewing devices enable us to enjoy spacial viewing. BK media systems has stakes in 3D video technology and is ready for the next steps.

Business models based on physical distribution of media loose to high quality display devices which will do a similar job to the printing industry like what MP3 players did to the music industry. Information gathering and distribution becomes less and less centralized, everybody can publish anything (legal).

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Bernhard ist Experte für Mikroprozessoren seit 1978, hat sich Ende der 80er Jahre auf die effiziente Realisierung von Embedded Systemen mit Entwicklungswerkzeugen und Anwendersupport spezialisiert. Aktive Auslandserfahrung in Europa - Frankreich, Großbritannien - und den USA - sowie Zusammenarbeit mit Ingenieuren in Finnland, Russland, Bulgarien, Israel, Frankreich, Japan, Korea und Indien - EmbeddedExpert Bernhard Kockoth hat den Horizont für Ihre internationalen Projekte!

Ingenieur der Nachrichtentechnik / Digitale Informationstechnik / Elektrotechnik mit Erfahrung als Software-Koordinator, Produktspezialist und Internationaler Support-Manager; technisches Marketing und vielfältige Entwicklungstätigkeiten runden das Know-How ab. Nähere Information zur Person hier.

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